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Orchesterreise Provence 2015

Bei seiner Reise im Jahr 2008 hatte das BlasO bereits in der Provence nachhaltig Eindruck hinterlassen und war fĂŒr dieses Jahr erneut in eine der schönsten Gegenden SĂŒdfrankreichs eingeladen.

Ob auf den stimmungsvollen PlĂ€tzen von Aix en Provence, in der vollbesetzten Kirche des malerischen Ortes Saignon im Luberon, ob im Amphitheater von Orange, mal auf oder mal unter dem weltbekannten Pont du Gard: Die insgesamt 42 jungen Musiker des Blasorchester Paulinum erlebten bei ihrer musikalischen „Tour de France“ im Herbst unvergessliche Momente.

Mit ihren Auftritten begeisterten sie erneut erneut Zuhörer vieler Nationen. Insbesondere die französische Musik wie „Les Feuilles Mortes“ oder „Aux Champs ElysĂ©es“ animierte das Publikum zum Tanzen, Mitsingen und zu teils ĂŒberschwĂ€nglichen Ovationen.

Die UrauffĂŒhrung von Lisa Griepentrogs Komposition fĂŒr das Blasorchester an historischer StĂ€tte war sicher einer der Höhepunkte einer insgesamt besonders harmonischen und ereignisreichen Reise: Auf dem Unesco-Weltkulturerbe „Pont Du Gard“ wurde ihr BlasO-StĂŒck, „Morceau BlasO“ vor internationalem Publikum zum ersten Mal aufgefĂŒhrt und bekam hier wie auch bei anderen  Gelegenheiten sehr viel anerkennenden Applaus.

Chapeau Lisa!!

Es ist wohl kein Zufall, dass das deutsche Wort „Blasorchester“ im Französischen mit „Harmonie“ ĂŒbersetzt wird...

Auf dem Pont du Gard

Wie es war – Unsere BlasO-Fahrt nach Frankreich vom 1. bis 9.10.2015

Freitag, 02.10.15

Mit der verheißungsvollen Aussicht auf einen schulfreien Freitag waren wir am Donnerstagabend mit 42 SchĂŒlern und 6 Betreuern am Paulinum gestartet. Nach einer wie man sich denken kann wenig erholsamen Nacht im Bus erreichten wir gegen 11:30 Uhr unsere Unterkunft „La Souvine“ in Avignon in der französischen Provence. Die ersten Stunden in der Unterkunft nutzten wir vor allem zum Eingewöhnen sowie zum Essenfassen, Sporttreiben und um den verlorenen Schlaf nachzuholen. Doch schließlich bricht das BlasO nicht zum Schlafen, Essen oder Faulenzen zu einer Reise auf, sondern zum Musizieren. Und das taten wir am Nachmittag auch intensiv. Das erste Anspielen der geplanten StĂŒcke machte allen sichtlich Spaß. Um 19.00 Uhr gab es dann schließlich Abendessen. Danach wurde die Möglichkeit, zum in der NĂ€he liegenden riesigen Supermarkt zu gehen, von allen erfreut wahrgenommen. Eine letzte anderthalbstĂŒndige Probe lĂ€utete dann die wohlverdiente Nachtruhe ein.

Samstag, 03.10.2015

„Morgenstund hat Gold im Mund“ - naja, zumindest nicht dieser trĂŒbe und verregnete Samstagmorgen. Wir frĂŒhstĂŒckten ausgiebig um 08:15 Uhr, bevor es um 09:15 Uhr weiterging mit einer intensiven Probe. Gegen Mittag dann brachen wir zum Papstpalast in Avignon auf, die Instrumente auf Verdacht im GepĂ€ck. Die Reisen im Bus wurden schon da von dem Hit „Hoch die HĂ€nde, Wochenende“ sowie von „HSV, Du bist meine Frau“ begleitet, die Zahl der MitsĂ€nger stieg. In Avignon wurde schon auf den ersten Metern nach Busausstieg klar: Spielen war bei den Witterungsbedingungen unmöglich. Trotzdem machten wir uns einen schönen Nachmittag im Papstpalast, der mit seinen vielen attraktiven SehenswĂŒrdigkeiten auf jeden Fall lohnend war. ZurĂŒck daheim wurde nach dem Abendessen und einem abermaligen Besuch des Supermarktes wie immer der Tag mit einer Probe beschlossen.

Spruch des Tages bei der Probe: „Don’t hurry be happy“ oder auch  „Don®t worry, be Dante!“

Sonntag, 04.10.15

Das Wetter hatte sich extrem verbessert im Vergleich zum Vortag, und die Provence zeigte sich von ihrer sonnigen Seite. Nach einem ausgedehnten FrĂŒhstĂŒck brachen wir auf nach Aix en Provence, wo ein ehemaliger Trompeter des BlasO, Paul Adam, auf uns wartete. Auf dem Marktplatz von Aix en Provence herrschte schon frĂŒh am Tag (ca. 11:00 Uhr) geschĂ€ftiges Treiben. Die Leute zeigten sich begeistert von unserem Auftritt und bedachten uns mit viel Applaus und Spendengeld. Einem weiteren Auftritt ein paar Straßen weiter folgte eine ausgiebige Mittagspause in einem Park. Kurzerhand entschlossen wir uns aufgrund der sehr positiven Resonanz bei den Auftritten am Vormittag zu einem weiteren Auftritt am Nachmittag. Eine gute Entscheidung. Wir hatten danach noch etwas Freizeit und mehr Geld. Gegen 19:00 Uhr kehrten wir nach „La Souvine“ zurĂŒck. Abends fand noch eine Satzprobe statt und ein gemeinsames Singen, und dann war der dritte Tag auch schon vorbei: Wie die Zeit verging...

Montag, 05.10.15

Wir nahmen das vorletzte FrĂŒhstĂŒck in La Souvine ein. Nach einer kurzen und entspannten Probe machten wir uns auf den Weg zu einem Wahrzeichen SĂŒdfrankreichs, dem römischen AquĂ€dukt Pont du Gard (natĂŒrlich mit Instrumenten!). Diese eindrucksvolle uralte BrĂŒcke mitten in der französischen Provence lud uns geradezu ein, ein Freiluft-Konzert zu spielen. Neben vielen aufgeschlossenen Touristen beeindruckte dies auch eine Gruppe einheimischer Kinder und Jugendlicher, die einen Klassenausflug zum Pont du Gard unternommen hatten. Beim Konzert kam es zu einem DebĂŒt: Das von Lisa Griepentrog, die am Paulinum zurzeit die Q1 besucht, geschriebene „BlasO-StĂŒck“, das wĂ€hrend unserer Fahrt kurzerhand in „Morceau BlasO“ („StĂŒck des BlasO“) umgetauft worden ist, wurde auf dem Pont du Gard uraufgefĂŒhrt.  Nachdem wir ein von den Betreuern spontan gezaubertes Backpackermittagessen zu uns genommen hatten, durften wir noch etwas freie Zeit am Pont du Gard und in der schönen Umgebung genießen. Gegen 17:00 Uhr ging es zurĂŒck zur Unterkunft, in der wir unser Abendessen bereits vorfanden. Danach probten wir natĂŒrlich noch einmal und gingen unser Repertoire durch. Die letzten Stunden des Tages nutzten viele (nach einer spontanen Aerobiceinheit mit allen im Hof) zum Packen, da am nĂ€chsten Tag ein Unterkunftswechsel anstand.

Dienstag, 06.10.15

Am Dienstag machten wir uns morgens auf zur neuen Unterkunft. Der Weg dorthin war zwar weniger als 100 Kilometer lang, doch ging ein großer Teil davon durch den gebirgigen Luberon, eine der schönsten landschaften der Provence.

Das war fĂŒr unseren Busfahrer JĂŒrgen auf den letzten Kilometern ein hartes StĂŒck Arbeit. Wir machten unterwegs zwei Zwischenstopps:  Im malerischen "Isle sur la Sorgue", das auch als "Venedig der Provence" bezeichnet wird und in Gordes, einem berĂŒhmten KĂŒnstlerort gab es Gelegenheit zum Essen, Einkaufen und Sightseeing. Um ca. 16:00 Uhr kamen wir in der Herberge „Auberge des Seguins“ an, die inmitten der wunderschönen sĂŒdfranzösischen Landschaft gelegen war und uns einen ganz anderen Einblick in das Leben dort bot. Nach einem schmackhaften Abendessen und der Zimmerverteilung auf die schönen zur Herberge gehörigen HĂ€uschen gab es dann noch eine Probe, die uns auf das morgige Konzert in Saignon vorbereiten sollte.

Mittwoch, 07.10.15

Nach einem leckeren FrĂŒhstĂŒck begannen wir den Mittwochmorgen mit einer Probe im Freien. Das war zwar erfrischend, doch einige hatten mit der intensiven Sonne, die ihnen in die Augen schien, zu kĂ€mpfen. Es könnte auch die MĂŒdigkeit gewesen sein... Geprobt wurde trotzdem. Nach der Probe erhielt jeder noch ein wĂ€hrend der Straßenmusik in Aix en Provence selbst erspieltes Taschengeld fĂŒr das Mittagessen an diesem Tag. Doch erstmal ging es mit dem Bus nach Apt. Hier hatten wir Zeit zu essen und die Stadt zu besichtigen. Danach fuhren wir nach Saignon, wohin Orchesterleiter Alfred Holtmann besonders gute Kontakte hat und schon 2008 mit dem BlasO gewesen war. Dort hatte das BlasO damals durch sein Konzert einen solch positiven Eindruck hinterlassen, dass die Verantwortlichen mit ihren Einladungen zu einer Neuauflage eines Besuches und Konzertes nicht locker ließen. Unser Dank gilt an dieser Stelle beonders dem Ehepaar Claudia und Peter Dickmann, die das Orchester nicht nur ermutigt hatten zu kommen, sondern auch organisatorisch und finanziell sehr unterstĂŒtzt haben. Umso bedauerlicher war es, dass sie krankeitsbedingt nicht in Saignon sein konnte. Nach einer Probe in der auf einem HĂŒgel stehenden Dorfkirche und einer Pause begann unser lang ersehntes Konzert. Es waren viele GĂ€ste gekommen, darunter viele Freunde und Bekannte der Familie Dickmann aber auch der BĂŒrgermeister, der uns in deutscher Sprache begrĂŒĂŸte. Auch wenn unsere StĂŒcke „Tequila“ und „Copacabana“ in einer Kirche vielleicht sehr "weltlich"  klangen, wurde es doch ein voller Erfolg und ein Ereignis, dass wir sicher nicht so schnell vergessen werden. Nach dem Konzert wurden wir noch zu Wein und Paella in die Salle des Fetes des Dorfes eingeladen.

In tiefer Dunkelheit kehrten wir auf engster Straße und mit Taschenlampen um die Kurven beleuchteter WegfĂŒhrung in unsere Unterkunft zurĂŒck, bewunderten noch den sternenĂŒbersĂ€ten Nachthimmel und die FitnessĂŒbungen einiger Mitmusiker und lĂ€uteten die Nachtruhe ein.

Donnerstag, 08.10.15

Der Tag der Abreise. Morgens frĂŒhstĂŒckten wir und hatten danach erst einmal den ganzen Vormittag fĂŒr uns. Es wurde Tischtennis und Fußball gespielt. Danach machten wir eine kleine Tour in die Berge zum Fort Bijoux, was wirklich besonders schön wurde, da wir sehr schönes Wetter hatten sowie eine unglaubliche Aussicht von oben. Nach einem leckeren Mittagessen besuchte uns Chip Hoehler, ein bekanner amerikanischer Jazzposaunist, der das Orchester auch bei seiner Tour 2008 begleitete. Die BlechblĂ€ser durften von ihm mitgebrachte Instrumente unter freiem Himmel ausprobieren. Am Nachmittag bestiegen wir schließlich den Bus und verabschiedeten uns von dem Hotel. Der nĂ€chste Halt war Orange, wo wir im alten Amphitheater, das wir ganz fĂŒr uns hatten, spielen durften. Leider war es zu spĂ€t fĂŒr eine Stadtbesichtigung. Über Nacht und mit einigen Pausen fuhren wir schließlich zurĂŒck nach Deutschland, wo wir am Freitagmittag von unseren Familien begrĂŒĂŸt wurden.

Danke fĂŒr diese tolle BlasO-Reise!

Susanna Seperant und Johannes Tyczewski

Auf dem Pont du Gard

Musizieren in der Auberge des Seguins

Essen wie Gott in Frankreich

Amphitheater Orange

Pause

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